Zum Inhalt springen

Zum Zusammenhang von Digitalisierung, Cybersecurity und Demokratisierung

In einer Publikation des Österreichischen Bundesheeres schreibt PD Dr. Matthias C. Kettemann (S. 96) über den Zusammenhang von Digitalisierung, Cybersecurity und Demokratisierung. Darin argumentiert er, dass freie Internetkommunikation so voraussetzungsreich wie entscheidend sei für eine offene, einer funktionierenden Demokratie vorausgesetzte Debatte. Neben dem Staat sei auch das Internet von Voraussetzungen abhängig, die es selbst nicht hervorbringen kann: Wir brauchen das Recht, gerade das Völkerrecht, um die technischen Grundvoraussetzungen des Internets abzusichern und zu stabilisieren und – auf die Online-Inhalte blickend – die Potentiale des Internets für die Menschen zu realisieren.

4,4 Milliarden Menschen haben Internetzugang. Das heißt aber auch: 3,3 Milliarden noch nicht. Marginalisierungen werden durch das Internet nicht nur überwunden, sondern zum Teil auch fortgeschrieben. Gerade die UNO hat schon früh erkannt, dass das Internet der menschlichen Entwicklung dienen muss. Im Rahmen des UN-Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS) (2003, 2005) bekannten sich die Staaten der Welt zu einer „den Menschen in den Mittelpunkt stellenden, inklusiven und entwicklungsorientierten Informationsgesellschaft“. Diese ist gestützt auf die Ziele und Grundsätze der UN-Charta, das Völkerrecht und den Multilateralismus sowie die „volle Achtung und Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“.

Mehr Publikationen

  • Research and Analysis
Hand and Glove: How Authoritarian Cyber Operations Leverage Non-state Capabilities

26. Juni 2025
In diesem Artikel untersucht Jakob Bund, wie autoritäre Staaten wie Russland, China und Nordkorea zunehmend nichtstaatliche Cyberakteure nutzen, um ihre Fähigkeiten auszubauen, die Zuordnung von Verantwortung zu verschleiern und globale Reaktionen zu erschweren. Er argumentiert, dass diese zunehmende Verschmelzung von staatlichen und kriminellen oder Auftragnehmeraktivitäten integrierte Bedrohungsanalysen und Reaktionsinstrumente erfordert, die unabhängig von politischen Zuordnungen funktionieren können.
Das Janus-Prinzip: Fünf zentrale Reformansätze für die europäische Cybersicherheitspolitik

22. August 2025
In diesem Artikel analysieren Annegret Bendiek und Jakob Bund, wie autoritäre Staaten hybride staatliche/nichtstaatliche Netzwerke nutzen, um Europa durch Verschleierung von Verantwortlichkeiten und Eskalation von Konflikten herauszufordern. Bendiek und Bund argumentieren, dass die EU ihre Cybersicherheitspolitik nach einem „Janus-Prinzip“ reformieren muss, um Resilienz, Koordination und strategische Wirksamkeit zu stärken.

Welcome to our Cyber Incident Dashboard!

For best results, please view on a desktop device.