
EuRepoC Cyberkonflikt-Briefing – Q2 2026
Zentralen Trends, Dynamiken und Befunde zu Cyberoperationen
- 23.07.2026
- Rottinger, Lena; Zettl-Schabath, Kerstin; Shelley, Callahan; Kellenter, Erik
- DE
Allgemeiner Überblick
Im zweiten Quartal 2026 (Q2) wurden 162 neue Cyberoperationen verzeichnet: ein Rückgang von 14% im Vergleich zum letzten Quartal. Die Zahl der Operationen ist damit nach einem Aktivitätshöhepunkt Mitte 2025 weiter zurückgegangen und liegt 9 % unter dem langfristigen Quartalsdurchschnitt. Insgesamt ist Q2 stark geprägt von Cyberoperationen, die Kontext des Konflikts zwischen Iran, USA, Israel und den Golfstaaten, durchgeführt wurden.
Die Vereinigten Staaten sind mit 51 Vorfällen weiterhin das am häufigsten angegriffene Land und machen fast ein Drittel der erfassten Vorfälle aus. Der anhaltende Konflikt mit dem Iran geht dabei mit verstärkten Angriffen auf kritische Infrastrukturen der USA einher. Mit 37 Vorfällen ging die Zahl der Angriffe gegen EU-Mitgliedstaaten deutlich zurück; sie sank im Vergleich zum letzten Quartal um 18%. Am häufigsten waren Deutschland und Frankreich mit jeweils 11 Vorfällen betroffen, gefolgt von Spanien mit 4 Vorfällen; zusammen entfielen auf diese Länder zwei Drittel aller Angriffe auf EU-Mitgliedstaaten.
Vorherige Cyberkonflikt-Briefings
- Research and Analysis



